| Made in Germany
Da kam doch kürzlich so ein Schlauberger an,
und fragte was man so von den Deutschen halten kann,
nun, das ganze war nicht kompliziert,
und hier die Antwort, detailliert:
Im Grunde ist der Deutsche eine raffinierte Lebenslist,
der unwissenden Welt zu geben was sie vermisst,
er weiß immer genau was falsch, was richtig,
und nimmt sich grundsätzlich selbst zu wichtig.
Bügelfalten selbst in den Socken,
sich mästen und vorm Fernseher hocken.
als der Nabel der Welt begreift er sich,
der Rest der Welt nur Ausländer - einfach widerlich.
Arbeit ist was er am liebsten hat,
shoppen, Sex und essen satt,
für jedes Wehwehchen eine Pille Einpfeifen,
und regelmäßig über andere keifen.
Ergötzend findet er es ein Feindbild zu haben,
drauf zu hauen und sich daran zu laben,
bis er dann wieder auf die Fresse kriegt,
was natürlich nur an den anderen liegt,
dann baut er wieder auf,
das ist der Deutschen Lebenslauf.
Ach würde ihm die Welt doch nur einen Führer schenken,
dann braucht er nur noch folgen und nicht mehr denken,
was wäre das für ein paradiesisches Leben,
mal wieder dem Rest der Welt es so richtig geben.
In der Masse fühlt er sich geborgen,
da kann er sich verstecken ganz ohne Sorgen,
deshalb hat er Fußball als Kriegsersatz erkannt,
mit Gebrüll und Birne gegen jede Feindeswand,
mit viel Gezeter und Geschrei
das macht ihn dann so richtig frei.
Anstatt mit Muttermilch mit Bier genährt,
schunkeln und Gemütlichkeit ist was er dann erfährt,
Kugelrund mit dickem Bauch,
auch das ist in deutschen Landen alter Brauch.
Richter und Staatsanwalt in einem spielen,
und immer neidisch auf die anderen schielen,
im geistigem Stechschritt Zack Zack nach rechts geguckt,
wenn’s brenzlig wird – schnell weggeduckt.
Hat er mal ‚nen depressiven Hänger,
dann spielt er gerne den Befehlsempfänger,
nach unten getreten nach oben geleckt,
nur wer leckt der weiß wie’s schmeckt.
Den Putzfimmel hat er sich als Lebenssinn erwählt,
denn Schmutz ist was ihn am meisten quält,
Ordnung muss sein das wurde eingeimpft von Mutter,
das befolgt er nun, bei ihm steckt der Kamm in der Butter.
Schuld suchen ist auch so ein netter deutscher Kult,
denn irgendeiner hat doch immer Schuld,
mit deutschem Finger immer auf die anderen zeigen,
und denen dann mit Leidenschaft die Meinung geigen.
Allwissend geboren nichts mehr probieren,
als Hobby sich über andere mokieren,
den Planeten als Urlaubsziel fest eingenommen,
Achtung die Germanen kommen.
Früher hat er es mit Kugeln und Schwert versucht,
Heute wird das einfach als Tourist gebucht,
man nennt das jetzt verreisen,
und überall hört man humbaba die alten deutschen Weisen.
Wie Heuschrecken hat er den Planeten überrannt,
jährlich einmal festgesetzt in Feindesland,
an allen Stränden dieser Welt,
hat sich deutsches Schwabbelfleisch gesellt.
Weltweit hat sich der Schatten deutscher Kultur gesenkt,
die Erde wird von Eisbein, Leberknödel und Blasmusik gelenkt,
er hat es endlich geschafft sein Traum wurde wahr,
Gartenzwerge und Sauerkraut in ganz Asien und Amerika.
Ohne Arbeit zu sein ist seine größte Not,
da taucht er ab und spielt dann tot,
dann rennt er in die Kneipe und zerfliest vor Selbstmitleid,
im Chor wird dann gejammert bis zur Volltrunkenheit.
Freiheit die kennt er aus TV und Märchen,
von Dieter Bohlen und den Gummibärchen,
Liebe gibt’s nicht die bringt nur Frust,
sexuelle Toilette ist die wahre Lust.
Selbst zum lachen braucht er einen Grund,
denn wer einfach lacht ist nicht gesund,
Herz und Seele hochgerutscht in seinen Kopf,
fremd ist ihm jede Spontaneität dem armen Tropf.
Autos sind seine größte Liebe und Offenbarung,
anstatt Kinder zu zeugen bei seiner Paarung,
denn Kinder sind viel zu überteuert,
und der Deutsche ist doch nicht bescheuert!
Sein höchstes Ziel ist seine Rente und das war’s,
todernst - da kennt er keinen Spaß,
heldenhaft geht er diesen Gang,
jeden Tag 8 Stunden lang.
Hat er dann mit 65 erreicht die Rente,
sitzt er Zuhause und starrt an seine Wände,
10 Stunden täglich in die Glotze stieren,
und dreimal wöchentlich Ärzte konsultieren.
Sich in der Kneipe auf die Schulter klopfen,
linker Hand den Schnaps und rechts den Hopfen,
nun ist er glücklich angekommen,
und kann sich im Rentnerparadiese sonnen,
und sich geistig übergeben,
endlich erfüllt der Sinn im Leben.
Werner
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